Unter den Schüler*innen gibt es einen starken Wunsch nach mehr Mitbestimmung in Schule und Unterricht und dort, wo Mitbestimmung möglich ist, erwerben Schüler*innen demokratierelevante Kompetenzen. Die vorhandenen Studien zeigen aber auch deutlich, wie voraussetzungsvoll Mitbestimmung ist. Konkret geht es daher im Projekt darum, die Schule als Lebensraum zu demokratisieren und die Mitbestimmungsmöglichkeiten von Schüler*innen in zentralen Bereichen wie dem Unterricht sukzessive auszubauen. Beteiligt sind die Pädagogische Hochschule Vorarlberg, die Pädagogische Hochschule St. Gallen sowie die Universität Konstanz.
Aufbauend auf den Ergebnissen der von unserer Vorgängerorganisation IBH geförderten trinationalen Jugendstudie "Bildung und Partizipation" fokussiert sich das Projekt auf den Transfer zentraler Erkenntnisse sowie auf deren praktische Umsetzung. Dazu werden Wissenstransfer und Dialoge auf verschiedenen Ebenen initiiert oder, wo vorhanden, vertieft. So sollen Dialogformate zwischen Wissenschaft und schulischer Praxis, zwischen Lehrpersonen, zwischen Schüler*innen sowie für die breitere und für die Fachöffentlichkeit im Bodenseeraum entstehen, die gemeinsam die Demokratisierung von Schulen in der Region vorantreiben. Diese Formate umfassen unter anderem eine Vortragsreihe, ein BarCamp mit einem daran anschließenden, regelmäßig stattfindenden Roundtable, Fortbildungen für Lehrpersonen, eine Buchpublikation sowie ein zweitägiges Zukunftsforum. Zudem sollen an insgesamt neun Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Aktionsforschungsprojekte durchgeführt werden, in denen Schüler*innen gemeinsam ihre Vorstellungen über eine gelungene Mitbestimmung im Unterricht erarbeiten und diese mit Lehrpersonen erproben. Die Ergebnisse fließen ins Zukunftsforum mit ein und werden auf verschiedenen Wegen einer breiteren (Fach)Öffentlichkeit bekannt gemacht.
Langfristiges Ziel ist es, mehr Beteiligung und Mitbestimmung von Schüler*innen in Schulen zu ermöglichen. Schüler*innen können dadurch demokratische Praktiken einüben und Kompetenzen erwerben, die für das Zusammenleben und die Teilhabe in einer demokratischen Gesellschaft von Bedeutung sind.
Sie möchten erfahren, wie Schüler*innen im Schulalltag bereits mitbestimmen können, welche Wünsche und Ideen sie dafür haben und wie Mitbestimmungsmöglichkeiten von Schüler*innen in der Schule und im Unterricht implementiert und ausgebaut werden können? Dann finden Sie alle Informationen zu den Beteiligungsformaten des Projekts hier. Unter anderem werden außerdem die Vorträge im Rahmen der Vortragsreihe hier zum Nachhören veröffentlicht.
Zentrale Ergebnisse aus den Aktionsforschungsklassen gibt es jetzt als Wanderausstellung. Diese besteht aus fünf Roll-Ups, die von der Illustratorin Susanne Asheuer gestaltet wurden und nun durch Schulen wandern.
Was möchten wir an unserer Schule, in unserer Klasse ausprobieren?
Was interessiert uns und wie können wir das erreichen?
Wie möchten wir unseren Unterricht ändern?
Für diese und viele weitere Fragen können die Roll-Ups Ausgangspunkt für Überlegungen, Diskussionen und gemeinsame Entscheidungen sein, um Schule und Unterricht weiter zu demokratisieren und Mitbestimmungsmöglichkeiten von Schüler:innen sukzessive auszubauen.
Sie möchten die Wanderausstellung an Ihrer Schule?
Dann melden Sie sich gerne hier:
Österreich: demos@ph-vorarlberg.ac.at
Schweiz: julia.ha@phsg.ch & thomas.rhyner@phsg.ch
Deutschland: axinja.hachfeld@uni-passau.de